ENTSCHU
Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 19:48 Uhr

vor einiger zeit hatte diese sache für gesprächsstoff unter kollegen gesorgt. eine vorgeschichte mit einem nicht eingehaltenen gegenseitige-rücksichtnahme-deal gibt es ja auch noch. überraschend für uns wurden wir nun von einem fritz-außendienstler eingeladen, doch mal ein bier zusammen zu trinken, er wollte sich nämlich entschuldigen. natürlich kann man mit uns immer reden (auch wenn man eine halbe stunde zu spät ist :-) der kollege hat dann aber glaubhaft und ehrlich vermittelt, dass ihm das peinlich war mit der drei-kisten-gegen-eine-leere-aktion. dann hat er uns noch zwei anfragen nach premium-cola weitergegeben. nanu? einmal von vorn:

geplant war mit über einer woche vorlauf, dass besagter außendienstler und mirco kommen sowie miguel und uwe. am mittag hieß es dann, mirco kommt doch nicht weil er den termin verpeilt hat. dann hieß es, lorenz kommt mit. am ende war dann doch "nur" der außendienstler da, der anscheinend viel respekt vor premium hat und dem es peinlich war, dass die o.g. aktion so gelaufen ist. er meinte, das wäre ein neuer außendienst-kollege gewesen der noch nicht so genau wusste bei welchen mitbewerbern man hart rangehen soll und bei wem nicht (was impliziert dass das ansonsten eine gängige praktik ist, das wollte er aber auch auf nachfrage nicht bestätigen). er persönlich würde das aber gerade bei uns sehr unangemessen finden, auf meine nachfragen wie das denn die zwei fritz-chefs sehen konnte er allerdings nichts genaueres sagen - die wussten zwar dass er uns trifft und warum, hätten aber sonst nicht wirklich was dazu gesagt. hä?

tja. nun wissen wir, dass die fritzer einen außendienstler haben der uns sehr verbunden ist, der sich für grenzwertige aktionen seiner kollegen entschuldigt und das auch zumindest mit billigung seiner chefs tut. ob die das ernst meinen, auch so sehen oder einen anderen sinneswandel haben wissen wir nicht, sind aber so verblieben dass 1. wir die infos über dieses gespräch unserem blogeintrag hinzufügen wenn das kollektiv einverstanden ist, sowie 2. nun mal schauen wollen ob die praktiken weiterlaufen oder eingestellt werden. miguel und uwe schien der gesprächspartner schon überzeugend, aber es war halt "nur" einer der außendienstler, wenn auch anscheinend ein guter der uns als signal zwei kontakte gegeben hat (was anscheinend branchenüblicher standard ist, daher nicht überzubewerten, aber dennoch ein schönes signal).

uwes meinung: die fritz-chefs haben noch nicht verstanden wie wichtig kommunikation und gutes verhalten im markt sind, sonst wäre mindestens einer wie angekündigt zum treffen erschienen (schließlich sind wir extra angereist, es ist nicht die feine art sowas platzen zu lassen) oder hätte mindestens den außendienstler vorher mit einer "offiziellen" position versorgt. das treffen fand auf initiative von ihm statt, er hat es angeleiert und sich entschuldigt sowie die kontakte weitergegeben, also sollten wir 1. differenzieren (anscheinend gibts auch gute leute bei den fritzern), 2. schauen was die fritz-chefs bzw. die anderen außendienstler nun machen, sowie 3. den außendienstler abwerben, wenn wir uns das leisten können :-) nur spaß ... aber schon komisch gelaufen, die ganze aktion. wenden wir uns doch wieder produktiveren dingen zu ...


nachtrag: wir haben diesen text besagtem außendienstler zur abstimmung geschickt, der hat ihn an chef mirco weitergeleitet. der schrieb (und hat sein ok gegeben dass das zitat hier ungekürzt erscheint):

"schade, dass Du unser Handeln etwas missverstanden hast. Im wesentlichen ging es schlicht darum, den Vorgang aus Frankfurt geradezurücken und mit Euch mal zu reden. Unsere Kollegen wie bspw. xxx sind sehr gut in der Lage uns zu vertreten, auch ohne ein offizielles Positionspapier. Eine Herabsetzung auf "nur" Außendienstler passt somit nicht richtig und hat einen unschönen Beigeschmack. Ich hatte leider kurzfristig einen dringenden Termin außerhalb und konnte diesen nicht verschieben, wollte das Treffen aber auch nicht platzen lassen."


hmmm. nach auskunft des außendienstlers war mirco in nrw unterwegs, aber wie auch immer; auf die inhaltlichen punkte kommt es eigentlich mehr an, und zu denen gab es keine antwort.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. März 2010 um 23:21 Uhr
 
LEERGUT UND FOLGEN
Samstag, den 07. November 2009 um 21:59 Uhr

... damals gehörte es für barkeeper zum job, leere flaschen in die kisten zu packen aus denen sie gekommen waren. das ist leider nicht mehr üblich anscheinend, deshalb haben händler entweder höheren aufwand mit der leergutsortierung oder extra dafür angestellte leute. manche sparen sich allerdings auch beides, sodass solche lieferungen beim abfüller ankommen:

 


verschiedene kisten- und flaschenformate, grüne und braune flaschen dazwischen, und so garantiert nicht ohne einigen sortier-aufwand zu verarbeiten, besonders durch detail-aufnahmen erkennbar hier, hier und hier.

 

frage: was tun? das problem fängt bei schlampigen barkeepern an, setzt sich über nichtsortierende händler und großhändler fort und landet dann rgendwann beim abfüller. wer ersetzt dem seinen aufwand? soll er solche lieferungen einfach nicht annehmen und damit dem spediteur das problem auf dem lkw stehenlassen? oder annehmen, sortieren und den aufwand dem händler in rechnung stellen, damit der es den gastronomen weiterreicht?

 

wir werden mal versuchen, telefonisch bis zu den verursachern vorzudringen und denen zu erzählen welche folgen solche chaos-kisten haben ... evtl hilft ja die einsicht, dass mal wieder alle von allen abhängig sind.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. Dezember 2009 um 15:39 Uhr
 
Zahnlücke
Samstag, den 07. November 2009 um 17:41 Uhr

Was haben Emmentaler Käse und Pilsbier miteinander zu tun?

 

Diesen Staatsvertrag, der albernerweise immer noch gilt: In der Schweiz darf Pils nicht Pils heißen. Deshalb sehen die ersten dort importierten Flaschen Premium-Pils so aus: 

 

 

... die ersten Schweiz-tauglichen Flaschen ohne "Pils" auf dem Etikett landen dann erfreulicherweise bei Amnesty in Bern

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. Dezember 2009 um 14:27 Uhr
 
Etikettenleim vegan
Samstag, den 07. November 2009 um 15:50 Uhr

... durch Zufall hatten wir herausgefunden, dass in dem Leim mit dem unsere Cola-Etiketten auf die Flaschen geklebt werden, rund 5 Prozent Casein enthalten war (ein Abfallprodukt der Käseherstellung). Damit war strenggenommen das gesamte Produkt nicht mehr vegan. Wir haben also ungefragt länger recherchiert und einen Leim gefunden, der die gleichen technischen Voraussetzungen erfüllt und kein Casein enthält. Diesem hat dann unsere "Umweltbeauftragte" nochmal hinterherrecherchiert, nicht dass das eine harte Chemiekeule wäre ... das ist nicht der Fall. Wir haben also den Etikettenleim bei Premium-Cola auf ein veganes Produkt umgestellt.

 

Diese Geschichte und den Namen des alternativen Leims haben wir dann allen Kooperationspartnern geschrieben, damit die diesen Schritt auch machen können wenn sie wollen. Einer antwortete sinngemäß, ob wir keine anderen Sorgen hätten als solchen Kleinkram?! Haben wir sicher, aber wir glauben auch an einen alternativen Wettbewerb in dem nicht das billigste Produkt gewinnt, sondern das am weitesten ökologisch und sozial optimierte Produkt bzw. der Anbieter der sich insgesamt am besten benimmt. In diesem alternativen Wettbewerb sind wir relativ weit vorne, und es wird hoffentlich langfristig ein Sog bzw. ein Druck auf andere Anbieter entstehen uns bestimmte Dinge nachzumachen. Gern auch vormachen ...Hauptsache wir verbessern die Welt ein bisschen :-)

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. Dezember 2009 um 14:29 Uhr
 
SPEERSPITZE
Donnerstag, den 04. Juni 2009 um 23:07 Uhr

unser steuerberater schrieb am ende einer langen mail: "was soll die Speerspitze in den Unterlagen????" wie bitte, eine speerspitze? beim nächsten termin entstand dieses foto (geldstück zum größenvergleich):



eine erklärung hatten wir aber nicht, denn solche oder ähnliche teile waren garantiert nicht am ort des unterlagen-zusammenstellens ... evtl bei der post aus versehen von einem karton in den anderen gerutscht? aber gleich zwei teile? komisch.

wochen später bittet ein wg-kollege den anderen, die handy-fotos per bluetooth zu empfangen und per mail zu senden, um in einem blogeintrag zu fragen ob jemand eine idee hat - dabei stellte sich heraus, dass der karton die ursache ist: der wurde vorher wg-intern getauscht und enthielt goldgewichte aus benin, die nun in einem anderen karton lagern und wieder vollständig sind:



ohne worte ...

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. Dezember 2009 um 15:39 Uhr
 
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