Tellerrand
Freitag, den 28. Mai 2010 um 17:27 Uhr

bisher ist premium kaum mit anderen organisationen außerhalb der branche vernetzt; wir haben ja schon genug mit der eigenen vernetzung aller stakeholder zu tun und sehen das auch als unsere hauptaufgabe. lernen können wir natürlich immer noch, auch von außen - so nach und nach kommen von dort entsprechende hinweise, zb von peter kreuz über seventh generation, ein unternehmen in amiland mit verblüffend ähnlichen ansätzen. mehr details zb hier ab seite fünf (pdf).

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. Juni 2010 um 12:57 Uhr
 
ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT
Donnerstag, den 01. April 2010 um 22:48 Uhr

premium-cola ist je nach sichtweise entweder ein winziges, ohne büro und feste mitarbeiter tätiges firmchen mit lächerlich wenig umgesetzten flaschen, aber einem surreal hohen weltverbesserungs-anspruch - oder ein kollektiv aus über hundert leuten in 70 städten über drei länder, stabilen wachstumsraten und ziemlich weitreichenden wirkungskreisen.

all das stimmt. und es passt nicht zusammen. auch deshalb war an unserem aprilscherz viel wahres dran, denn premium-cola hat nicht nur die darin genannten probleme. wir haben zb bis heute kein gutes system zur verwaltung von daten und deshalb viele fehl-infos, vergessen im kollektiv manchmal anfragen von interessierten kunden zu verfolgen, machen es hilfswilligen leuten nicht gerade leicht usw usf ...

natürlich ist das alles eine gratwanderung. niemand bei premium will einen "normalen" laden mit antragsformularen und leistungsnachweisen. die handlungsfelder "organisation" und "kommunikation" stehen dennoch schon seit unserem letzten jahrestreffen auf der agenda, nur hat bisher niemand die zeit gehabt sich ordentlich drum zu kümmern - klar, premium wird ja bisher von allen beteiligten nebenberuflich, also irgendwie nebenbei gemacht. dafür sind wir schon recht weit gekommen, aber das ganze system stößt eben immer klarer an grenzen, bzw. es bleibt weit hinter den möglichkeiten zurück; wir haben reichlich leute die gerne helfen wollen, wenn wir die organisation und den support besser leisten würden. premium ist, wieder je nach sichtweise, ein chaotischer zwerg oder ein schlafender riese.

wir wollen das genauer wissen, und außerdem unseren oben genannten weltverbesserungs-anspruch zumindest nicht an mangelnder organisation und kommunikation scheitern lassen. deshalb wird sich der bisherige zentrale nebenbei-organisator uwe ab april hauptberuflich um premium kümmern und zb eine adressverwaltung mit abgestuften rechten aufsetzen, automatische termin-erinnerungen sowie die nachverfolgung von anfragen regeln und zb auch sowas wie eine regelmäßige pressearbeit einführen. ziel ist ein insgesamt professionelleres projektmanagement, natürlich ohne dabei kommerziell zu werden. beispiel: nicht verfolgte anfragen werden in einer groupware gespeichert und so lange zu anderen kollektivisten weitergereicht, bis sich jemand kümmert - dadurch kann die antwort schon mal etwas länger dauern, dafür sind wir ein kollektiv, aber es soll eben keine anfrage mehr verlorengehen.

also, verkürzt gesagt: wir meinen premium immer schon ernst, aber jetzt machen wir auch ernst, um unseren anspruch und die wirklichkeit etwas besser in einklang zu bringen. mal schauen obs klappt, reichlich bock ist vorhanden :-)

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. April 2010 um 22:54 Uhr
 
FROST
Donnerstag, den 18. März 2010 um 12:52 Uhr

womit man sich im "maschinenraum" so rumschlagen muss ...

im januar 2009 orderte ein händler vier paletten über seinen stamm-spediteur. der hatte gerade keine zeit und hat die tour an einen unterspediteur vergeben, sowas ist übliche praxis. zu der zeit war es natürlich kalt, und besonders für das wochenende (abholung freitag, zustellung montag) war frost angesagt. die beiden spediteure haben also extra telefoniert und besprochen, dass die vier paletten entweder ins lager gestellt werden oder der ganze lkw übers wochenende in der halle geparkt werden muss. soweit so gut.

bei der anlieferung am montag durch den unterspediteur waren die paletten allerdings erkennbar beschädigt; einige flaschen waren sichtbar teilgefroren oder verfärbt, ein paar waren geplatzt, es tropfte unten raus und so weiter. der händler hat also die annahme verweigert. soweit so gut.

und nun? die beschädigte lieferung wurde zuerst einmal von uns komplett gesperrt, weil man bei frostschäden mit bloßem augenschein einfach nie sicher sagen kann, ob zb deckel undicht geworden sind und fremdkörper / schimmelsporen / sonstwas ins produkt lassen. wir müssen aber SICHERSTELLEN dass der inhalt passt, so haben wirs auch in der antwort großgeschrieben. das sah der unterspediteur natürlich anders und hat die paletten erstmal nicht rausgerückt. na toll.

der abfüll-betrieb kann nichts dafür und bekommt sein geld. der spediteur kann auch nichts dafür dass der unterspediteur sich nicht an die absprache hält, aber rein rechtlich müssen wir uns für den schaden an ihn halten ... er bekommt also eine rechnung, die aber natürlich nicht gemahnt wird und auch keine zinsen kostet wie immer. dann geht das gezerre über anwälte los; der unterspediteur bestreitet erst dass über frostgefahr gesprochen wurde, er habe das auch nicht von selbst erkennen können usw usf ... der spediteur ist inzwischen so nett und holt wenigstens die paletten wieder ab, damit das leergut zurück in den kreislauf kann und die schadenshöhe reduziert wird. dennoch ist für uns erstmal viel geld weg, aber was sollen wir machen? warten, immer wieder nachfragen, warten.

nur 15 monate später gab es dann einen gerichtstermin mit beiden spediteuren und dem händler. der unterspediteur räumt ein, dass die frostgefahr erkannt wurde. der spediteur soll aber trotzdem beweisen, dass der unterspediteur hier zu schutzmaßnahmen verpflichtet war. außerdem muss ggf. noch geklärt werden, ob wirklich die gesamte lieferung aus sicherheitsgründen gesperrt werden musste, weil das natürlich die schadenshöhe bedingt usw usf ... ob der richter wirklich möchte, dass der hersteller seines nächsten getränks in solchen fällen auf die kosten schaut?

ergebnis ist ein "vergleich". der schlampige unterspediteur soll die hälfte des schadens tragen (den wird seine versicherung für ihn übernehmen), der spediteur soll die andere hälfte selbst bezahlen - obwohl der eigentlich gar nichts dafür kann, sich extra gekümmert hat und so weiter. die gerichtskosten sollen auch geteilt werden, und beide seiten tragen jeweils ihre anwaltskosten. na toll, warum einfach, wenns auch umständlich und teuer geht ... wir sind als dritte und geschädigte aber so gesehen, mal abgesehen von dem aufwand, eigentlich fein raus - unser schaden würde ersetzt. aber so einfach ist es nicht, denn dem zuverlässigen spediteur wollen wir das eigentlich nicht aus der tasche ziehen. andererseits wollen wirs auch nicht drauflegen, hier muss also eine lösung ausgetüftelt werden ...

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. März 2010 um 18:26 Uhr
 
LOB
Mittwoch, den 17. März 2010 um 21:11 Uhr

manchmal, wenn zuviel zu tun ist und zuwenig klappt bei premium, kann man schon mal die lust verlieren sich um alles zu kümmern ... und dann kommt zb sowas, aus dem jukuz:

 

Es vergeht übrigens kein Wochenende, wo sich neue Besucher danach erkundigen, was es mit dieser Premium Cola so auf sich hat. Und sie kommt nicht nur wegen des Geschmacks extrem gut an: Sogar unsere xxxxxx, denen eher alles recht egal ist, was mit Fair / öko / alternativ / etc. zu tun hat, fanden Euer Firmenkonzept sehr cool.

Wir haben ja mittlerweile so ein richtiges Projekt "GRÜNdlich umDENKEN" am start und finden immer mehr interessante Möglichkeiten, Denkanstoße zu kleinen Verhaltensänderungen zu bieten. Jaja, und ihr habt dazu beigetragen und die Welt somit ein bisschen besser gemacht ;)

 

dann gehts wieder weiter. danke!

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. März 2010 um 13:05 Uhr
 
GEHACKTES
Dienstag, den 09. März 2010 um 09:28 Uhr

letzte woche wurde diese seite gehackt und defaced. glücklicherweise waren unsere IT-kollektivisten echt auf zack, sodass schon nach zehn minuten alles vorbei war - dann begann allerdings die suche im hintergrund nach den ursachen bzw. lücken sowie möglichen schritten zur besseren absicherung. lustigerweise hatten wir da sowieso gerade einen kollektivisten dran, der auch mal simulieren sollte was man von innen so anrichten könnte. da ist uns dann wohl jemand von außen zuvorgekommen ...

die vorbereitung des hacks lief über zwei tage und englische IP-adressen, die attacke dann über einen spanischen server, aus russland wurde auch nochmal nachgelegt. alle diese server könnten allerdings ebenfalls gehackt und ferngesteuert worden sein. über eine verwendete datei ergab sich eine lockere spur nach köln, die aber auch durch einen besuch vor ort nicht verdichtet werden konnte. der oder die hacker wussten also anscheinend was sie taten, denn nachvollziehbare spuren gibt es unsererseits wahrscheinlich nicht mehr falls unsere spezis nichts mehr finden, es sind noch nicht alle logfiles analysiert. der oder die hacker haben sich außerdem viel zeit genommen, was entweder bedeutet dass es gezielt gegen uns ging, oder (was wahrscheinlicher ist) dass es einfach nur leute mit ein paar automatischen skripten, zuviel zeit und zuwenig sinnvollen aufgaben waren.

der hack war vergleichsweise milde, es wurde nichts wirklich kaputtgemacht und auch nichts ansonsten geschütztes runtergeladen. insofern bleibt das ganze ein wenig rätselhaft, und wir können wohl nur reagieren indem mehr aufwand für schutzmaßnahmen getrieben wird ... im moment ist unter anderem die kommentar-komponente deaktiviert. allein der einsatz des admins wird (auch wenn er nicht alles berechnet, danke!) schon was kosten. insofern sind solche sachen kein spaß, uns entsteht wirklich ein messbarer schaden an zeit und geld, das letztlich endkunden eingezahlt haben und anders besser verwendet wäre.

deshalb hiermit die bitte: wenn der hack aus deutschland kam und dieser text von einem der köpfe dahinter gelesen wird - meldet euch mal, lasst uns drüber reden was ihr für statt gegen uns tun könntet.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. März 2010 um 20:57 Uhr
 
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