produktionsfehler
Freitag, den 29. April 2011 um 07:57 Uhr

wir haben uns ja schon im jahr 2006 verpflichtet, eventuell auftretende produktionsfehler hier freiwillig zu veröffentlichen - einfach weil nahrungsmittelhersteller das tun sollten und es keiner tut. zum glück war sehr lange ruhe, aber jetzt gab es wieder einen fall:



das ist ein teeblatt. und ja, das ist uns sehr peinlich. danke an michel für meldung und foto.


beim abfüller wurde ein anderes neues getränk parallel zu unserem produziert, und zwar erstmals mit einem sud aus teeblättern. dabei ist eines offensichtlich trotz reinigung der anlage usw. irgendwo hängengeblieben und / oder danach wieder reingerutscht, wir wissen es nicht genau. jedenfalls ist es dann in einer premium gelandet. sowas sollte nicht passieren. wir haben reagiert und einen filter nachgerüstet. nochmal ausdrücklich: solche fehler kommen leider vor, es redet nur keiner drüber. die sache ist uns sehr peinlich, der abfüller und wir tun alles dafür damit sowas nicht mehr vorkommt. hundertprozentige sicherheit wird es aber leider nie geben, so gerne auch wir das gerne hätten :-(


Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Mai 2011 um 08:36 Uhr
 
unser "geheimnis"
Freitag, den 22. April 2011 um 14:10 Uhr

wir nutzen gerade die feiertage, um im hintergrund eine menge liegengebliebenes abzuarbeiten und vieles aufzuräumen. dabei fiel uns auch ein altes (2009) interview für eine diplomarbeit mit dem titel "vielfalt x dialogische diskussionskultur = höhere qualität von lösungen" in die hände. darin steht das premium-geheimnis :-) hier mal ungefiltert aus der telefoninterview-mitschrift:


Studierender: Was ist deiner Meinung nach wichtig in der Kommunikation, damit sie bestmöglich funktioniert und im Sinne der Lösung stattfindet? Beschreibe bitte, wie sie bei euch stattfindet.


Premium: Das ist eine sehr gute Frage, darüber habe ich auch schon in einigen Vorträgen ein paar Sachen dazu gesagt. Ich glaube, dass dahinter eine grundsätzliche Einstellung stehen muss, damit sie in der Art und Weise auch funktioniert.
Normalerweise geht man in einem Wettbewerb davon aus, dass man immer mit Blick auf seinen eigenen Vorteil hinaus verhandelt, bei Konditionen oder Lieferkonditionen oder Ähnlichem. Bei „Premium“ ist eigentlich ein anderer Ansatz dahinter. Ich glaube nicht, dass der gesamte Wettbewerb des Kapitalismus böse ist, da gibt es auch einige Beteiligte, die langfristig denken und stabile Partnerschaften aufbauen wollen usw. Aber ich glaube, dass im Wettbewerb tendenziell eine Art gegeneinander Wirtschaften stattfindet.


Bei „Premium“ ist da eher die Grundhaltung, dass eine Lösung so beschaffen sein muss, dass alle Beteiligten am Ende auch zufrieden sind, sonst würden sie dem auch nicht zustimmen. D.h. da ist eine Art generalistischer Ansatz dahinter, dass man bei der Arbeit an seinen Lösungen nicht nur auf seinen eigenen Vorteil schaut, wie ich für mich das Beste heraushole, sondern auch, wie kann ich bzw. wir und alle Beteiligten soweit eingebunden werden, dass sie am Ende zufrieden sind. Das ist eine ganz andere Verhandlungs- und Diskussionskultur, dass man nicht nur auf seinen eigenen Vorteil schaut, sondern das Ganze im Blick hat.


Das führt dann auch automatisch dazu, dass die Umgangsform sehr sachlich ist, also ganz wenige persönliche Geschichten mit reinspielen, da die Lösung im Vordergrund steht und weniger die eigene Sichtweise. Das bedeutet aber dann auch, dass man sich darüber klar sein muss, dass wir Beteiligten in irgendeiner Art und Weise bestimmte Kompetenzen haben, die man dann auch anerkennen muss. Also wenn der Spediteur zum Beispiel sich zur Frage äußert, wie denn ein Logistikpreis aussehen muss, dann hat dessen Stimme ein bisschen mehr Gewicht, weil er in der Materie eine Ahnung hat. Und wenn sich jemand anderes dazu äußert und einen klugen Gedanken hat, kann es aber trotzdem sein, dass er auch ein großes Gewicht kriegt, zum Beispiel, weil es ein kluger gedanklicher Schachzug ist.


Das ist ein sehr diffuses Feld, wo man auch nicht mit zahlenmäßigen Abstimmungen rangehen kann, die man in einem basisdemokratischen Ansatz hat, sondern es geht darum, wer die beste Lösung für die jeweilige Problemstellung hat. Das kann auch jemand sein, der eigentlich von dem Bereich keine Ahnung hat. Es hat sich aber auch oft gezeigt, dass das auch gut ist, die Sicht von außen, also wenn jemand, der nicht Spediteur ist, sich solche Sachen anschaut, weil der im Zweifelsfall einen unverstellteren Blick dafür hat. Also generell würde ich sagen, dass die Lösungsfindung von komplexen Problemstellungen bei „Premium“ deswegen auch gut funktioniert, weil sie eben zum Teil von fachlichen Kompetenzen geleitet wird und zum Teil auch Leute vom Kollektiv darauf schauen, die einen anderen Hintergrund haben und deshalb so was gar nicht auf dem Radar haben. Normalerweise ist es ja so, dass es Mengenrabatte gibt; das ist üblich, jeder weiß das und hält das auch für normal. Aber man muss das nicht als normal ansehen und akzeptieren und auf diese Idee kommt halt eher jemand, der kein Spediteur ist ...


(die arbeit als ganzes ist auf datenschutz-wunsch des autors nicht mehr auf der homepage, wir dürfen aber einen kontakt herstellen falls sich jemand für die gesamte version interessiert. ggf. einfach anfragen)


(ach, da ist ja auch noch kleines ein video)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. April 2011 um 14:46 Uhr
 
Flensburg
Montag, den 03. Januar 2011 um 16:53 Uhr

Premium-Cola war lange Jahre in Flensburg verfügbar, wenn auch mit regelmäßigem Extra-Aufwand weil die Stadt einfach etwas ... verkehrs-ungünstig liegt :-) Dann warfen die Kollegen vor Ort irgendwann hin, wir habens nicht mitgekriegt (und nun auch deswegen eines "intern" anders organisiert), also gabs keine Premium in Flensburg mehr ...


Nun versuchen wir mal einen neuen Anlauf, da die Läden dort immerhin über Jahre dabei waren und die Kunden schließlich auch. Das ist einiger aufwand, deshalb unsere Bitte an alle Fensburger die hier mitlesen oder die ihr kennt: wenn euch Premium-Cola vor Ort unterkommt, bitte zugreifen - jede Flasche sorgt mit dafür, dass die Struktur wieder ins rollen kommt ... wir sind von euch abhängig als #mitmach-marke.


Premium-Cola erstmal bei: Senffabrik / Infoladen Subtilus, Kiosk77, ggf. Kaffeehaus und Hafermarkt. Danke an alle Beteiligten!


 
Kooperation
Freitag, den 31. Dezember 2010 um 19:00 Uhr

... wir werden ja nicht müde, die vorteile von kooperativen arbeitsweisen zu promoten. abgesehen von gegenseitigem nutzen macht die arbeit so schlicht und einfach auch mehr spaß. hier ein schönes beispiel, ein getränketest bei ein paar freaks zu dem natürlich mehr sachen mitgenommen wurden als angefragt. hier die ankündigung mit ein paar links, hier ein bericht, hier die ergebnisse und hier der quasi live-mitschnitt.


Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 31. Dezember 2010 um 19:15 Uhr
 
Nachhaltigkeit
Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 21:40 Uhr

... wird als begriff oft benutzt, aber nur selten wirklich verstanden. da nehmen wir uns gar nicht aus, den richtigen durchblick haben auch in diesem thema oft nur profis bzw. führende wissenschaftler ... es hängt nämlich wie so oft alles mit allem zusammen :-) wir haben den begriff bisher wegen seiner inflationären verwendung auch kaum benutzt.

nachhaltig = dauerhaft, das ist eine der verbreitetsten und flachsten sichtweisen. so dumm ist die aber gar nicht, wenn man genau hinschaut: ein finanzsystem, das nur auf kurzfristige gewinnmaximierung zielt, ist mittlerweile erwiesenermaßen instabil (und sehr ungerecht).

weiter: einer wirtschaft, die sich nicht um umweltschäden kümmert, geht früher oder später die umwelt aus. daraus folgt die zweit-verbreitetste, schon etwas tiefere sichtweise: nachhaltig = umweltfreundlich. schon besser, je nachdem wie weit der begriff umwelt ausgelegt wird.

zur umwelt gehören wohl auch andere menschen. der bereich "soziales" gehört daher ebenfalls zum begriff der nachhaltigkeit. oder nicht? :-)

der begriff der nachhaltigkeit erschließt sich also erst im dreiklang aus ökonomie, ökologie und sozialem. nur wer das alles gleichwertig und dauerhaft tragfähig bekümmert, kommt dem begriff nahe. dummerweise ist das alles andere als einfach, weil sich die parameter zur bewertung regelmäßig ändern ...

vor ein paar jahren galt es zb als umweltfreundlich, alte diesel mit rapsöl zu fahren. mittlerweile überwiegt die erkenntnis, dass es im dreiklang betrachtet böse folgen hat wenn nahrungsmittel in größerem stil verbrannt werden - wieder was gelernt, und einen schritt weitergekommen.

nachhaltigkeit ist ein oft falsch verstandener begriff, der vor allem für einen prozess steht, für eine entwicklung, die laufend bekümmert werden muss. und zwar unter berücksichtigung aller auswirkungen.

das klingt kompliziert und ist es auch, es gibt dazu aber leider keine alternative, denn wie weiter oben gesagt, der menschheit geht die umwelt aus, sowohl ökologisch als auch ökonomisch und sozial. wir wollen diese (um)welt zum positiven verändern und haben uns daher mit dem begriff der nachhaltigkeit versöhnt. er muss nur erklärt werden. und als wäre das noch nicht anstrengend genug: wir haben noch zwei weitere handlungsfelder hinzugefügt.

der bereich "schutz" sorgt u.a. dafür, dass unternehmen, die weniger energie als andere in aggressive marketing-mechanismen investieren, sich vor unternehmen schützen können die das tun (und vor sich selber).

der bereich "transfer" dreht sich darum, die anderen arbeitsweisen zu verbreiten - freiwillig für unternehmen die ebenfalls überzeugt sind dass die wirtschaftswelt so nicht weitergehen kann, unfreiwillig bzw. über den druck von kunden (also von euch!) für die die das nicht so sehen.

die module unseres betriebssystems, das kostenlos kopiert werden kann, sind genau in diese fünf nachhaltigkeits-handlungsfelder sortierbar. das fiel uns aber erst im nachhinein auf, premium arbeitet schon lange so, was einen wesentlichen unterschied zu "normalen" unternehmen zeigt: wir meinen das ernst. das alles ist nicht marketing-getrieben, sondern kommt von innen.

nur mal ein link, um den handlungsbedarf zu zeigen. es gibt noch viel zu tun, damit diese welt nachhaltig funktionieren kann.


Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 22. Oktober 2010 um 11:29 Uhr
 
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