liebe premium-fans, -beteiligte, -händler, -gastronomen, alle,
Donnerstag, den 20. Dezember 2012 um 16:20 Uhr


wir verändern zum 1.1. einige preise. manches muss teurer werden, für anderes ist eine senkung drin, und pfandwerte sind auch ein thema:

premium-cola 033er und 05er: 1,5 cent preiserhöhung pro flasche von uns an verteiler durch gestiegene koffein- und zuckerpreise, 1 cent mehr für verteiler den die für teurere logistik brauchen, also zusammen: 2,5 cent preiserhöhung beim händler pro flasche / 60 cent pro kasten, und dadurch ebenso bei gastronomen und endkunden. wir haben lange und hart gerechnet und diskutiert, es geht leider nicht anders.

premium-bier: preissenkung durch uns um 1 cent für verteiler, dadurch gleichbleibende preise bei händlern und gastronomen, aber: erhöhung des pfandwerts pro flasche auf 15 cent, d.h. pro kiste mit flasche 5,10 euro pfandwert. auch hier lange und hart diskutiert (deshalb sind wir auch relativ spät dran, sorry dafür), wir könnens nicht anders lösen.

uns ist klar, dass preisänderungen immer aufwand bedeuten, und dass erhöhungen immer auch ein risiko darstellen. wir hoffen, dass ihr euch noch dran erinnert, dass wir im jahr 2008 gleich zweimal für alle die preise gesenkt haben; um 4 cent und dann nochmal um 1 cent, einfach weil wir es konnten. wenn wir nun erhöhen, dann nur, weil wir müssen.


gründe und überlegungen für alle produkte: die logistikkosten steigen durch höhere dieselpreise und die neue stufe der lkw-maut. das heisst, dass unsere verteiler, die lange strecken fahren, einen cent mehr pro flasche brauchen. das geht allen so, deshalb erhöhen gerade alle, und wenn wir das auch machen wollen, dann jetzt. aber müssen wir denn?

gründe und überlegungen bei premium-cola 033er und 05er: zucker und koffein wurden spontan um 30 bis 90 prozent teurer. das hätten wir nur dann auffangen können, und noch einen cent für logistik senken, wenn unsere grob-stundenlöhne noch unter 10 euro gedrückt worden wären. schon für diese selbstausbeutung wurden wir aus mehreren ecken zu recht kritisiert, das ist also der falsche weg, auch weil "faire wirtschaft" unsere orga-leute mit einschließt. hier blieb uns also keine andere wahl, als 1,5 cent erhöhung pro flasche an die kunden weiterzugeben. zusammen mit dem 1 cent logistik sind es also 2,5 cent erhöhung. unsere anteile bleiben gleich; das heisst, wenn ihr uns als kunden erhalten bleibt und das gesamtwerk so weiter wächst wie in den letzten monaten, können wir auf runde 13 euro pro stunde erhöhen. das ist der plan, und dafür müsst ihr dabeibleiben.

gründe und überlegungen bei premium-bier: wir müssen den pfandwert auf 5,10 euro setzen, weil kisten und flaschen in der beschaffung 6,90 euro kosten, am markt aber 3,42 euro üblich und 5,10 euro so gerade eben umsetzbar sind. nur dann ist unser brauer in der lage, seine preise zu halten. und auch damit ist es noch nicht einfach, wenn identische grüne flaschen verschiedene pfandwerte haben, das wissen wir. nur haben wir keine andere chance, außer einer so saftigen preiserhöhung, dass uns kunden wegbrechen ... denn die müssen ja auch rechnen. also: pfand steigt auf 5,10 euro pro kiste bei premium-bier (bei cola ists schon immer so), aber das kriegt ihr als kunden ja wieder.

wie funktioniert der übergang? ganz einfach: ab 1.1. nehmen wir 5,10 euro, zahlen aber auch ab 1.1. für jede zurückgegebene kiste 5,10 euro aus - allerdings nie mehr, als unsere verteiler vorher bezogen haben. so hält sich die liquiditätsbelastung erstmal in grenzen, jede/r wird jede kiste wieder los, und das häufig sogar zu einem höheren wert als vorher dafür bezahlt wurde. für uns und für händler ist es dennoch ausgeglichen, wenn es nie mehr kisten für 5,10 werden als rausgegeben wurden. unsere bitte an verteiler und händler daher: haltet es bitte mit euren kunden genauso, dann legt keiner drauf. wir sind damit auch schon lange nicht mehr die einzigen, immer mehr partner erhöhen den pfandwert, weil sie ebenfalls müssen.

so ein wechsel macht trotzdem aufwand. wenn wir den pfandwert erhöhen, können wir nicht zugleich auch den preis erhöhen. also klar, könnten wir schon, aber mit hohem risiko. also haben wir uns hier entschieden, bei uns selber bzw bei unseren sprechern einen cent abzuknapsen, den die verteiler mehr brauchen. nur deshalb bleiben die preise beim bier konstant; bitte honoriert das und akzeptiert den höheren pfandwert.


last but not least: bei unseren literflaschen war noch puffer, da bleibt alles gleich. und: für die schweiz senken wir dank fallender kurse sogar die einkaufspreise um einen rappen pro flasche, damit dort trotz steigender logistikkosten die preise an händler und gastronomen gleich bleiben können.


soweit von uns. wir haben das alles sehr lange und gründlich hin und her überlegt und abgewogen und diskutiert und nachgedacht, es geht nicht anders. wir hoffen, dass ihr das einseht und uns als kunden erhalten bleibt, denn nur dann gibt es das premium-projekt weiterhin. endkunden werden die erhöhung evtl nur selten merken, aber es hängt eben alles mit allem zusammen / alle müssen mitmachen :-)

danke!!

das premium-kollektiv, geschrieben von uwe


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. Dezember 2012 um 19:54 Uhr
 
tuning ubuntu 12.04
Donnerstag, den 02. August 2012 um 10:13 Uhr


einige kollektivisten von uns nutzen seit längerem das betriebssystem ubuntu, erstens aus überzeugung weil es opensource ist, zweitens weil es deutlich sicherer als windows und auch als apple ist, drittens weil es datenschutz ernster nimmt als kommerzielle systeme, und viertens weil es mittlerweile auch für relativ unkundige "klicker" sehr einfach zu bedienen ist. das ist auch eins der ziele, die die community dahinter verfolgt; checkt mal. letzter pluspunkt: das system passt sich sehr gut auch älteren rechnern an die etwas schwach auf der brust sind; die kann man dann oft noch erstaunlich gut weiterbenutzen, was neben kosten auch umweltbelastungen für die entsorgung und herstellung neuer geräte spart. ein win-win-win-win-win-system, könnte man sagen (aber klar, das ist auch geschmackssache).


man kann das system in unter einer halben stunde (je nach leistungsfähigkeit des systems und der internetverbindung) installieren, auch neben windows, und dann einfach benutzen. genau dafür wurde es gemacht. man/frau/mensch kann es aber auch als spielwiese begreifen und immer weiter feintunen, um auch noch das letzte tausendstel an performance rauszuholen :-) dazu gibt es eine fülle an hilfsbereiten communities, blogs usw im netz; deshalb hier eine von uns zusammengestellte reihe an tipps für ein schnelleres system zur standardnutzung surfen-schreiben-mailen-musikhören, die mit relativ wenig computer-wissen umsetzbar sind.


update: es gibt nun auch die versionen 12.10 und 13.04 von ubuntu - erstere ist ein bisschen langsamer und braucht mehr ressourcen, letztere weniger, wird aber nur neun monate mit updates versorgt. also empfehlen wir nach längeren tests erstmal weiterhin 12.04, weil das eine auf stabilität ausgelegt sog. LTS-version (long term support) ist, die bis anfang 2018 mit updates versorgt wird - länger als alle anderen verfügbaren versionen.



::: systemleistung


nach der installation (dabei bitte "home-verzeichnis verschlüsseln" anhaken, datenschutz war nie einfacher) einmal das sog. "software-center" aufrufen (oben links in die lupe, das sogenannte dash, eingeben), dort die installierten programme durchgehen, und rauswerfen was nicht gebraucht wird. wenn ihr unsicher seid, lasst es erstmal drin; ubuntu wird nicht langsamer mit mehr programmen, nur die updates.


dann bitte "aktualisierungen" in die lupe eingeben, unten links auf "einstellungen", und unter "software von ubuntu" deaktivieren dass ihr den quelltext sehen wollt. kann man zwar, muss aber nicht, und spart wiederum updates. bitte auch unter "andere software" > "canonical-partner" und "unabhängig" aktivieren, dann noch die quelle von "server für deutschland" auf "haupt-server" umstellen, der ist zuverlässiger erreichbar.


zurück zu "aktualisierungen", klick "prüfen" und dann "aktualisierungen installieren". das kann je nach internetverbindung und systemleistung auch etwas dauern, aber dann ist euer system an sich erstmal aufgeräumt. bitte auch einmal durch alle "systemeinstellungen" gehen (keine angst, sind nicht viele) und ändern was ihr wollt. einmal neustarten. jetzt gehts ans tuning ...


eine relativ große ressourcen-belastung ist der grafische desktop, also die symbole, animationen usw die man auf dem bildschirm sieht. weniger ist hier mehr; z.b. der ältere gnome-desktop (der nach wie vor die basis bildet für unity, das klickibunti was ihr noch seht), es gibt aber noch eine reihe weiterer, googlet mal. gnome bekommt man so: strg-alt-t drücken für ein sogenanntes terminal, das ist eine direkte eingabemaske. dort eingeben oder mit strg-shift-v einkopieren "sudo apt-get install gnome-shell" und bestätigen. danach "sudo apt-get install gnome-tweak-tool" eingeben und ebenfalls bestätigen, mit dem tool kann man ein paar mehr einstellungen verändern.


danach: von der sitzung abmelden, und bei der anmeldung auf den kleinen kreis klicken, dort "gnome classic (no effects)" wählen. ihr seht dann oben und unten jeweils eine leiste, die sog. panels; mit alt-rechtsklick drauf, einstellungen bearbeiten und / oder "zum panel hinzufügen" was ihr wollt, zb das "gnome-hauptmenü" und die "vollständige benachrichtungsanzeige", ggf. nochmal alt-klick auf die einzelteile und verschieben nach wunsch. dann übers menü in die "systemeinstellungen" und da "erweiterte einstellungen" und die darstellung hübschmachen wie ihrs haben wollt. bonus-tipp: einen leeren ordner aufmachen zb per rechtsklick auf dem desktop, oben unter "bearbeiten" > "einstellungen" sagen wie ordner und symbole aussehen sollen, vor allem die vier "vorgaben".


gnome wird noch ein bisschen schneller mit folgenden einstellungen: strg-alt-t für ein terminal, dann "gconf-editor" eingeben (oder installieren, wenn ihr danach gefragt werdet, dann aufrufen). klickt euch in "desktop > gnome > interface" und entfernt den haken bei "enable_animations", dann klickt in "apps > metacity > general" und setzt einen haken bei "reduced_resources", das blendet u.a. fensterinhalte beim ziehen aus.


weiter gehts: ubuntu behält standardmäßig ältere kernel-versionen und einstellungen, damit sie im fall der fälle gleich wieder verfügbar sind. das braucht platz und macht das system (ein kleines bisschen) langsamer. abhilfe schafft der sog. rechner-hausmeister in ubuntu-tweak. bitte installieren und dann den hausmeister durchs system schicken. was ubuntu tweak nicht findet, löscht die anwendung "bleach bit" (findet ihr jetzt selber, ne? :-), u.a. flash-cookies. empfehlung: beide hausmeister auch nach system-updates laufen lassen.


danach dann einmal aufräumen mit "sudo e4defrag /": der befehl defragmentiert das eh schon recht effiziente ext4-dateisystem aller angeschlossenen datenträger nochmal. dauert seine zeit beim ersten mal auch auf schnellen systemen (auf langsamen noch länger, klar), lohnt sich aber durch bis zu 25 % schnellere dateizugriffe hinterher (quelle dafür ist der entwickler, hier im pdf).


last but not least: wenn ihr den systemstatus (prozessor, ram, netzwerk, ...) zb mit dem "systemmonitor" (erreichbar per alt-klick in ein panel, dann "zum panel hinzufügen") überwacht, um immer zu wissen wie es eurer besseren hälfte gerade so geht, werdet ihr feststellen, dass ubuntu scheinbar allen arbeitsspeicher auffrisst. das sieht aber nur so aus, siehe www.linuxatemyram.com :-) um die verwirrung loszuwerden, rechtsklick auf die systemmonitor-anzeige, "einstellungen"; dann bei "speicher" die farbe von "zwischengespeichert" auf dieselbe wie "frei" setzen.



::: system- und programmstarts


habt ihr dran gedacht, nach der installation im BIOS wieder die festplatte statt CD / usb-stick als das erste start-laufwerk einzustellen? spart startzeit.

die version 12.04 zeigt aus welchen gründen auch immer nicht mehr alle startprogramme an. strg-alt-t, dann mit rechtsklick einkopieren "sudo sed -i 's/NoDisplay=true/NoDisplay=false/g' /etc/xdg/autostart/*.desktop" und bestätigen. danach in die systemeinstellungen, "startanwendungen", deaktivieren was ihr sicher nicht braucht, dann wird der start etwas schneller.


ubuntu-tweak kann auch ein paar start-einstellungen noch weiter feintunen, so zb das bild entfernen oder das "grid", die punktmatrix. könnte noch ein paar tausendstel bringen :-)


habt ihr ausreichend arbeitsspeicher, zb 2 GB oder mehr? dann kann die anwendung "preload" den start von programmen spürbar beschleunigen: "sudo apt-get install preload" - das tool braucht ein paar tage um zu lernen welche anwendungen oft benutzt werden.

nutzt ihr ubuntu neben windows? dann erscheint beim start immer eine auswahl zwischen den systemen, mit wartezeit. die lässt sich verkürzen mit "gksudo gedit /etc/default/grub", dann "GRUB_TIMEOUT=10" finden und zb auf 2 (sekunden) ändern. das reicht noch, um doch nochmal windows auszuwählen (der countdown stoppt nämlich beim druck einer pfeiltaste).



::: zusatz-tipps für notebooks:

bluetooth ist standardmäßig eingeschaltet. das braucht strom bzw akku. es reicht manchmal nicht, das unter "startprogramme" zu deaktivieren; stattdessen: "sudo rfkill block bluetooth".

die app "jupiter" sorgt für ca. 20 prozent mehr akkulaufzeit je nach rechner-einsatz (wenn auf "power on demand" gestellt nach der installation). die geht so: "sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/jupiter" (das fügt ein neues repository hinzu, also googlet vorher mal was das ist und warum man damit vorsichtig sein sollte) dann: bisschen warten, dann "sudo apt-get update", dann "sudo apt-get install jupiter", neustart. klick in die statusleiste, "performance" einstellen.


::: bonus-tipps:


wenn ihr das system noch besser verstehen und kontrollieren wollt was es kann, ab ins "software-center", dort "installiert" anzeigen, und links unten auf "technische dateien anzeigen". dann einzeln durchgehen und im netz suchen was was ist. evtl wollt ihr "zeitgeist" kicken, "geoclue" auch (müsst aber dann eine andere uhr als "indicator-datetime" nutzen), "oneconf" (dann eine andere software-verwaltung nutzen), "python-apport", link-prefetching abschalten, solche sachen.


wer hardware-mäßig aufrüsten will: der einfachste weg zu mehr systemleistung heisst "mehr arbeitsspeicher". fragt jemand der/die sich auskennt, welcher für euer system passt und wieviel das maximal verarbeitet. den austausch kann man dann selber machen. wer noch mehr aufrüsten will: SSD sind bezahlbar geworden; die bringen nochmal eine spürbare system-beschleunigung. nicht vergessen, dann im BIOS unter S-ATA auf "AHCI" umzustellen, um die geschwindigkeitsvorteile noch besser zu nutzen.


weiteres feintuning: leistungs-hungrige anwendungen durch sparsamere ersetzen. audacious ist zb schlanker als rhythmbox, kann aber auch weniger. einfach mal googlen, und/oder aus dem "software center" ausprobieren was beliebt ... mit dem system rumspielen, auch dafür wurde es gemacht, mündige nutzer_innen und so.


soweit erstmal. diese liste wird stetig erweitert, je mehr wir dazulernen :-)



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. September 2013 um 20:12 Uhr
 
transparenz-post: geschmack literflasche
Dienstag, den 10. April 2012 um 10:06 Uhr

bei unseren literflaschen gibt es durch einen rezept-abstimmungsfehler eine sogenannte "special #fail-edition: schmeckt etwas anders als 033er und 05er (+ zitrone, - zucker, - kohlensäure). sorry & prost & danke!" - so ähnlich wird es auch einen aufkleber auf dem deckel geben. die ursache ist abgestellt, alle zukünftigen literflaschen schmecken so wie gewohnt. fehler passieren leider auch bei uns :-(


 
e150d, ein sturm im cola-glas?
Mittwoch, den 04. April 2012 um 08:27 Uhr

vor ein-zwei wochen ging eine nachricht um die welt: coke und pepsi ändern in den USA ihre rezeptur wegen einem evtl. krebserregenden stoff im zuckerkulör. die änderungen gelten aber nur für die USA, im rest der welt passiert nix. einige kunden waren aber trotzdem unsicher, auch bei uns.


wir sind keine lebensmittelchemiker, aber wir haben einige befragt und recherchiert und versucht, unseren verstand zu benutzen. hier mal der aktuelle stand:


konkret geht es um den stoff 4-methylimidazol, sogenanntes 4-MEI, in dem zuckerkulör e150d das wir auch verwenden. hier mal eine quelle dazu. der stoff entsteht bei der sogenannten maillard-reaktion, also auch beim alltäglichen kochen oder braten von nahrungsmitteln. wie immer scheint es an der menge zu hängen; "deutlich erhöhte konzentrationen" ist das stichwort. welche genau?



die primärquelle nennt einen höchstwert von 153 mcg auf 12 ounces. 153 mcg sind 0,153 mg, 12 ounces sind 0,35 liter. es geht also um 0,153 mg auf 0,35 liter, bzw. 0,43 mg pro liter. haben wir richtig gerechnet?

dieser wert wird von der CSPI (.pdf) als karzinogen eingestuft. FDA, NTP und EFSA (.pdf, S57f) sehen allerdings keinen handlungsbedarf. die EU-richtlinie 2008/128 (.pdf) legt als maximalwert 250 mg / kg fest, und zwar für zuckerkulör an sich, nicht für getränke damit.


die dichte von premium-cola beträgt rund 1,04 g/cm³. grob gesagt kann man also 0,43 mg/liter 4-MEI in den USA dem in der EU erlaubten wert von 250 mg/kg gegenüberhalten und feststellen: hier wird mehr als das 500-fache an 4-MEI für unbedenklich gehalten, und das schon für den vergleich "fertige cola in den USA" vs. "reines zuckerkulör in der EU".

rechnet man dann noch weiter, dass auf 1000 liter fertiggetränk rund 4 liter grundstoff verwendet werden, wird es irgendwie (selbst wenn der grundstoff nur aus zuckerkulör bestünde) nicht mehr plausibel ...

schaut man sich die CSPI genauer an, scheint die zumindest "diskussionswürdig" zu sein. bei mäusen gibt es, je nach menge und bewertung nach "body surface area" vs. "body weight" (die beide während der studie unterschiedlich stark schwanken) effekte, bei ratten tritt laut o.g. primärquelle sogar eine krebs-verhindernde wirkung ein ... insgesamt kommen wir im moment zu dem schluss, dass das ganze ein sturm im wasser- bzw. cola-glas war. und: eine gesunde ernährung heisst immer "ausgewogen", d.h., zuviel von etwas ist nie gut. bitte auch hier den verstand benutzen :-)



last but not least: wir haben das auch mit anderen cola-herstellern wie zb hermann-kola rückgekoppelt, über den weg kam noch eine ausführliche stellungnahme der martin mundo ohg rein die wir hier verlinken dürfen (aber die natürlich, ebenso wie wir, keine gewähr für die richtigkeit der angaben übernehmen können). dennoch, schaut mal rein, rechnet nach, und bildet euch eine eigene meinung ... 


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. April 2012 um 06:59 Uhr
 
Projekt "Alles hängt mit allem zusammen": Faire Löhne
Samstag, den 24. März 2012 um 14:28 Uhr

... dieser text stand zuerst unter "jobs", wir haben aber jemand passendes dafür gefunden, und das geht jetzt los! hier das vorläufige ergebnis von phase eins, eine sammlung möglicher faktoren. rückmeldungen gern per mail. danke!


--->

unsere mission lautet: "premium will die welt verbessern, in dem wir ein menschliches und nachhaltiges wirtschaftskonzept funktionierend und tragfähig besser vorleben und verbreiten."


das heisst auch "faire löhne". nur wie sehen die aus? bisher ist das in unserem netzwerk aus freien partnern anders definiert als üblich, nämlich miteinander und defensiv, geprägt von gegenseitiger rücksichtnahme und augenmaß, aber auch großteils auf basis von punktuellen recherchen und daumenregeln. wir haben "intern" eine art einheitslohn von zehn euro, grob umgelegt anhand des umfangs einer rolle in feste anteile je flasche. das heisst, manche funktionen verdienen mehr als anderswo, andere weniger. ist ein einheitslohn überhaupt fair? wenn ja, wie hoch muss der sein? klare antworten auf diese fragen gibt es bei uns bisher nicht.


das ist ja auch nicht so leicht. wie sollen löhne berechnet werden - nach zeit, nach ergebnis, nach bildung, nach persönlichen wünschen, nach berufserfahrung / dienstalter / lebensalter, nach weisungsgebundener vs. freier arbeit, nach ansporn für bessere oder mehr leistung? was ist mit regionalen oder gar stadtteils-bezogenen lebenshaltungskosten, branchenlohnniveau, mietspiegel, familienstand, land, ...?


wir suchen also jemand, der/die bock auf kopfschmerzen hat und das thema mal mit uns möglichst genau beleuchtet, z.b. im rahmen einer wissenschaftlichen (abschluss)arbeit. die könnte alle o.g. und evtl noch weitere faktoren erstmal sammeln und mit statistiken unterlegen soweit möglich, jeweils eine passende schwankungsreserve addieren, und das ganze dann im kollektiv bewerten und gewichten lassen. vielleicht sind regionale unterschiede so groß, dass sie viel höher gewichtet werden müssen als bisher mit unserem einheitslohn, vielleicht wollen wir aber solche regionalen unterschiede auch nicht mit zementieren, da gehts schon los :-) aber keine sorge, die gewichtung wäre unser job. und vielleicht gibt es ja schon grundlagen aus der gesellschaftlichen mindestlohn-diskussion.


ergebnis der arbeit könnte eine formel sein, die möglichst viele faktoren in bestmöglicher form erfasst und beziffert. eine tabelle, in der bei geänderten rahmenbedingungen einfach die ausgangs-faktoren angepasst werden, schon kommen als ergebnis der neue premium-mindestlohn und -maximallohn heraus, an denen wir uns orientieren können. soweit unsere wunschvorstellung: wir wollen nicht mehr und nicht weniger als eine formel für faire löhne.


die arbeit würde natürlich, muss man ja bei diesem thema :-), im rahmen unserer möglichkeiten bezahlt. vielleicht können wir den lohn ja gleich mit der fertigen tabelle ausrechnen? unser wunsch wäre auch, dass diese tabelle nachher mitsamt quellen opensource wird, sodass wir sie anderen getränke-herstellern für ihre lohnberechnungen weiterleiten können. interesse an einem projekt mit dieser reichweite? mail.


zweites teilprojekt könnte dann auf basis des ersten die frage sein, was eigentlich faire spannen für unsere händler sein müssen / ob unsere überhaupt noch zeitgemäß sind. grundlagen könnten neben den löhnen noch die tatsächlichen kosten für beschaffungs- und verteilungslogistik sein, ladezeiten, stadtverkehr mit wartezeiten, usw usf; auch hier könnte eine formel als ergebnis rauskommen ...


nachtrag, weil es zwei anfragende gab, die das im rahmen einer anstellung als vollzeit-forschungsstelle machen wollten statt als uni-(abschluss)arbeit: so gern wir das bieten würden, dafür reichen unsere mittel nicht :-(


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. Juni 2012 um 07:32 Uhr
 
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