Einladung Offline-Treffen
Montag, den 24. Februar 2014 um 15:21 Uhr

Unser regelmäßiges Offline-Treffen mit allen Beteiligten, Fans und Konsumenten wird vom 28. März um 16:00 Uhr bis 30. März um 14:00 Uhr stattfinden.

Wer uns schon immer mal kennen lernen oder die Meinung sagen möchte, kann das hier =)

Für mehr Details beziehungsweise Anmeldung bitte wenden an: anne@premium-cola.de


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 26. Februar 2014 um 18:48 Uhr
 
Radio-Mitschnitt
Montag, den 24. Februar 2014 um 15:18 Uhr

Bei unserem letzten Offline-Treffen wurden mehrere Kollektivisten von einem Radio-Redakteur interviewt.

Mitschnitt als mp3 hier, 43 Minuten:
http://www.premium-cola.de/radio-lora-premium.mp3

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. März 2014 um 08:25 Uhr
 
Stabile Versorgung ist nicht immer einfach
Freitag, den 19. Juli 2013 um 09:44 Uhr

Wir arbeiten nach letzter Zählung mit 1650 gewerblichen Partner_innen und 670 Verkaufsstellen zusammen. Da sind also mindestens ebenso viele Menschen mit individuellen Eigenheiten beteiligt, außerdem mehrere Produktionsanlagen mit Maschinen und Terminen und LKW, dann noch teils aggressive Mitbewerber usw usf - es ist also (leider) nicht immer drin, eine überall zu 100 Prozent unterbrechungsfreie Versorgung zu schaffen. Wir tun zwar viel dafür und machen uns auch Probleme von "externen" zu "unseren" (darum gehts uns ja, Wirtschaft gemeinsam machen), 99,5 Prozent sollten drin sein - aber irgendwo wird es immer mal kleine Liefer-Unterbrechungen geben. Zur Begründung heisst es dann öfter "die können nicht liefern", also wir, was eher selten stimmt :-)


Es kam schon vor, dass zb in der Bier-Abfüllung ein Maschinenschaden alle Termine um zwei Wochen nach hinten verschoben hat, oder dass eine Leergut-Rückführung nicht wie geplant ankam sodass wir eine Woche lang kein Cola-Vollgut machen konnten, aber sowas ist die Ausnahme, darauf achten wir schon aus "eigenem" Interesse und dem der Partner. Öfter hängt es an den (Handels-)Strukturen dahinter, und in denen räumen wir gerade ein bisschen auf. Hier mal fünf aktuelle Beispiele.


1. Ein Händler lässt zb bei seinem Verteiler, also dem regionalen Großhändler der ihn beliefert, regelmäßig fünfstellige Schulden auflaufen - sodass der öfter die Notbremse zieht und die Belieferung einstellt. Können wir verstehen. Im Ergebnis heisst es aber bei Kund_innen öfter "die können nicht liefern", also wir, was hier definitiv nicht stimmt. Und nachdem zig Gesprächsversuche dazu über ein Jahr sogar inkl angekündigtem sit-in vor dem Laden (um überhaupt mal sprechen zu dürfen) letztlich erfolglos blieben, müssen wir uns von so jemand dauerhaft trennen. Faire Wirtschaft heisst halt auch, seine Lieferant_innen pünktlich zu bezahlen, Kund_innen zuverlässig zu versorgen und ihnen die Wahrheit zu sagen, und letztlich auch, bei Problemen nicht auf Tauchstation zu gehen sondern sie gemeinsam zu lösen .


2. Ein anderer Händler ist da schon ethisch sauberer unterwegs, sieht selbst dass er bei uns Schulden angesammelt hat, und will das nicht noch weiter ansteigen lassen - also bestellt er erstmal kein Premium-Bier. Die Ansage bei Kund_innen war auch hier "nicht lieferbar", was zwar nicht ausdrücklich sagt dass das an uns läge, ist ja auch nett gemeint von ihm, nur: kein Bier ist für die Kund_innen auch keine Lösung. Mit diesem Händler haben wir eine gefunden, denn der ist immerhin gesprächsbereit und sieht ja selber, dass hier was schiefläuft. Mit uns kann man reden.


3. Es kommt auch vor, dass zb Gastronom_innen sich von anderen Herstellern Kühlschränke oder Rabatte oder Freiware "schenken" lassen (was ja eigentlich nur heisst, dass das in den Produkten vorher und nachher eingepreist ist), und diese anderen Hersteller dann konkret unsere Produkte in dem Laden verbieten. Kein fairer Zug, sowas würden wir nie machen, aber leider ist das anderswo "normal" und wird von vermeintlich alternativen Läden oder Anbietern öfter gemacht / genutzt. Wenn wir irgendwo nicht mehr zu haben sind, aber euch zb ein neuer Kühlschrank in dem Laden anlacht, denkt euch euren Teil (oder fragt genauer nach :-)


4. Andere Fälle sind da schon komplexer; es gibt zb Händler, die praktisch gar kein Leergut zurückgeben, wodurch wir irgendwann gezwungen sind, "nur noch Vollgut gegen Leergut" auszurufen. Ein Extremfall, der aber auch zu "die können nicht liefern" umgebogen wird, wetten wir :-) Dann fliegt noch der Spediteur als Lieferant bei diesem Händler raus, weil der grad an einen neuen Inhaber verkauft wurde - schon sind die bisher gut ausgelasteten Touren halb leer, können also noch seltener gefahren werden, wodurch wir versuchen "müssen" bzw wollen, die Tour anders auszulasten für den Spediteur und die Umwelt ... nicht einfach.


5. Eine Händlerin ist nicht transparent was ihr Liefergebiet angeht (großes Warnsignal, immer), und wildert dann auch fleißig im Liefergebiet eines anderen Händlers. Bis wir das belegbar rausfinden vergehen ein paar Monate, die Kund_innen haben sich dann schon an den Weg gewöhnt, aber konsequenzhalber und aus Respekt vor dem eigentlich "Zuständigen" müssen wir das trotzdem wieder umbiegen. Keine leichte Aufgabe, nur: wenn wir das nicht machen, also die Strukturen dem "freien" Markt überlassen, steuert der am Ende alles, jeder denkt nur noch an sich - und dass das nicht für alle Beteiligten zu fairen Lösungen führen kann, liegt aus unserer Sicht klar auf der Hand.


Ihr seht schon, es ist kompliziert, wir versuchen Vieles, aber manchmal ist die Versorgung auch mit bestem Willen nicht zuverlässig machbar. Notorische Ausfälle gibt es vor allem dann, wenn einzelne Personen in der Struktur nur an sich selber denken statt an eine gemeinsame Sache. Erfahrungsgemäß ist das so ein halbes Prozent der Leute (bei unseren Partner_innen zumindest), immerhin nur so wenig, aber die hat man halt auch dabei. Insofern: wenn Ihr mal irgendwo hört, dass wir nicht liefern könnten, bitte nicht gleich 1:1 glauben - sondern bei den Partner_innen und auch bei uns genau nachfragen, wo es klemmt. Wir erläutern gerne, und vor allem helfen wir gern bei alternativen Lieferwegen; die gibts fast immer. Und: eine Info an uns, wo wir angeblich nicht liefern könnten, kann schon sehr helfen!


Bleibt uns nur noch, DANKE zu sagen an die überwiegende Mehrheit der treuen Partner_innen und Kund_innen und Lieferant_innen und Kollektivist_innen und und und, die alle durch ihre zuverlässige Arbeit und das konsequente Miteinander-Handeln dazu beitragen, dass es uns immer noch gibt. Danke!!


mit gruß aus dem orga-wahnsinn vom premium-kollektiv :-)

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 03. Oktober 2013 um 09:50 Uhr
 
liebe premium-fans, -beteiligte, -händler, -gastronomen, alle,
Donnerstag, den 20. Dezember 2012 um 16:20 Uhr


wir verändern zum 1.1. einige preise. manches muss teurer werden, für anderes ist eine senkung drin, und pfandwerte sind auch ein thema:

premium-cola 033er und 05er: 1,5 cent preiserhöhung pro flasche von uns an verteiler durch gestiegene koffein- und zuckerpreise, 1 cent mehr für verteiler den die für teurere logistik brauchen, also zusammen: 2,5 cent preiserhöhung beim händler pro flasche / 60 cent pro kasten, und dadurch ebenso bei gastronomen und endkunden. wir haben lange und hart gerechnet und diskutiert, es geht leider nicht anders.

premium-bier: preissenkung durch uns um 1 cent für verteiler, dadurch gleichbleibende preise bei händlern und gastronomen, aber: erhöhung des pfandwerts pro flasche auf 15 cent, d.h. pro kiste mit flasche 5,10 euro pfandwert. auch hier lange und hart diskutiert (deshalb sind wir auch relativ spät dran, sorry dafür), wir könnens nicht anders lösen.

uns ist klar, dass preisänderungen immer aufwand bedeuten, und dass erhöhungen immer auch ein risiko darstellen. wir hoffen, dass ihr euch noch dran erinnert, dass wir im jahr 2008 gleich zweimal für alle die preise gesenkt haben; um 4 cent und dann nochmal um 1 cent, einfach weil wir es konnten. wenn wir nun erhöhen, dann nur, weil wir müssen.


gründe und überlegungen für alle produkte: die logistikkosten steigen durch höhere dieselpreise und die neue stufe der lkw-maut. das heisst, dass unsere verteiler, die lange strecken fahren, einen cent mehr pro flasche brauchen. das geht allen so, deshalb erhöhen gerade alle, und wenn wir das auch machen wollen, dann jetzt. aber müssen wir denn?

gründe und überlegungen bei premium-cola 033er und 05er: zucker und koffein wurden spontan um 30 bis 90 prozent teurer. das hätten wir nur dann auffangen können, und noch einen cent für logistik senken, wenn unsere grob-stundenlöhne noch unter 10 euro gedrückt worden wären. schon für diese selbstausbeutung wurden wir aus mehreren ecken zu recht kritisiert, das ist also der falsche weg, auch weil "faire wirtschaft" unsere orga-leute mit einschließt. hier blieb uns also keine andere wahl, als 1,5 cent erhöhung pro flasche an die kunden weiterzugeben. zusammen mit dem 1 cent logistik sind es also 2,5 cent erhöhung. unsere anteile bleiben gleich; das heisst, wenn ihr uns als kunden erhalten bleibt und das gesamtwerk so weiter wächst wie in den letzten monaten, können wir auf runde 13 euro pro stunde erhöhen. das ist der plan, und dafür müsst ihr dabeibleiben.

gründe und überlegungen bei premium-bier: wir müssen den pfandwert auf 5,10 euro setzen, weil kisten und flaschen in der beschaffung 6,90 euro kosten, am markt aber 3,42 euro üblich und 5,10 euro so gerade eben umsetzbar sind. nur dann ist unser brauer in der lage, seine preise zu halten. und auch damit ist es noch nicht einfach, wenn identische grüne flaschen verschiedene pfandwerte haben, das wissen wir. nur haben wir keine andere chance, außer einer so saftigen preiserhöhung, dass uns kunden wegbrechen ... denn die müssen ja auch rechnen. also: pfand steigt auf 5,10 euro pro kiste bei premium-bier (bei cola ists schon immer so), aber das kriegt ihr als kunden ja wieder.

wie funktioniert der übergang? ganz einfach: ab 1.1. nehmen wir 5,10 euro, zahlen aber auch ab 1.1. für jede zurückgegebene kiste 5,10 euro aus - allerdings nie mehr, als unsere verteiler vorher bezogen haben. so hält sich die liquiditätsbelastung erstmal in grenzen, jede/r wird jede kiste wieder los, und das häufig sogar zu einem höheren wert als vorher dafür bezahlt wurde. für uns und für händler ist es dennoch ausgeglichen, wenn es nie mehr kisten für 5,10 werden als rausgegeben wurden. unsere bitte an verteiler und händler daher: haltet es bitte mit euren kunden genauso, dann legt keiner drauf. wir sind damit auch schon lange nicht mehr die einzigen, immer mehr partner erhöhen den pfandwert, weil sie ebenfalls müssen.

so ein wechsel macht trotzdem aufwand. wenn wir den pfandwert erhöhen, können wir nicht zugleich auch den preis erhöhen. also klar, könnten wir schon, aber mit hohem risiko. also haben wir uns hier entschieden, bei uns selber bzw bei unseren sprechern einen cent abzuknapsen, den die verteiler mehr brauchen. nur deshalb bleiben die preise beim bier konstant; bitte honoriert das und akzeptiert den höheren pfandwert.


last but not least: bei unseren literflaschen war noch puffer, da bleibt alles gleich. und: für die schweiz senken wir dank fallender kurse sogar die einkaufspreise um einen rappen pro flasche, damit dort trotz steigender logistikkosten die preise an händler und gastronomen gleich bleiben können.


soweit von uns. wir haben das alles sehr lange und gründlich hin und her überlegt und abgewogen und diskutiert und nachgedacht, es geht nicht anders. wir hoffen, dass ihr das einseht und uns als kunden erhalten bleibt, denn nur dann gibt es das premium-projekt weiterhin. endkunden werden die erhöhung evtl nur selten merken, aber es hängt eben alles mit allem zusammen / alle müssen mitmachen :-)

danke!!

das premium-kollektiv, geschrieben von uwe


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. Dezember 2012 um 19:54 Uhr
 
tuning ubuntu 12.04
Donnerstag, den 02. August 2012 um 10:13 Uhr


einige kollektivisten von uns nutzen seit längerem das betriebssystem ubuntu, erstens aus überzeugung weil es opensource ist, zweitens weil es deutlich sicherer als windows und auch als apple ist, drittens weil es datenschutz ernster nimmt als kommerzielle systeme, und viertens weil es mittlerweile auch für relativ unkundige "klicker" sehr einfach zu bedienen ist. das ist auch eins der ziele, die die community dahinter verfolgt; checkt mal. letzter pluspunkt: das system passt sich sehr gut auch älteren rechnern an die etwas schwach auf der brust sind; die kann man dann oft noch erstaunlich gut weiterbenutzen, was neben kosten auch umweltbelastungen für die entsorgung und herstellung neuer geräte spart. ein win-win-win-win-win-system, könnte man sagen (aber klar, das ist auch geschmackssache).


man kann das system in unter einer halben stunde (je nach leistungsfähigkeit des systems und der internetverbindung) installieren, auch neben windows, und dann einfach benutzen. genau dafür wurde es gemacht. man/frau/mensch kann es aber auch als spielwiese begreifen und immer weiter feintunen, um auch noch das letzte tausendstel an performance rauszuholen :-) dazu gibt es eine fülle an hilfsbereiten communities, blogs usw im netz; deshalb hier eine von uns zusammengestellte reihe an tipps für ein schnelleres system zur standardnutzung surfen-schreiben-mailen-musikhören, die mit relativ wenig computer-wissen umsetzbar sind.


update: es gibt nun auch die versionen 12.10 und 13.04 von ubuntu - erstere ist ein bisschen langsamer und braucht mehr ressourcen, letztere weniger, wird aber nur neun monate mit updates versorgt. also empfehlen wir nach längeren tests erstmal weiterhin 12.04, weil das eine auf stabilität ausgelegt sog. LTS-version (long term support) ist, die bis anfang 2018 mit updates versorgt wird - länger als alle anderen verfügbaren versionen.



::: systemleistung


nach der installation (dabei bitte "home-verzeichnis verschlüsseln" anhaken, datenschutz war nie einfacher) einmal das sog. "software-center" aufrufen (oben links in die lupe, das sogenannte dash, eingeben), dort die installierten programme durchgehen, und rauswerfen was nicht gebraucht wird. wenn ihr unsicher seid, lasst es erstmal drin; ubuntu wird nicht langsamer mit mehr programmen, nur die updates.


dann bitte "aktualisierungen" in die lupe eingeben, unten links auf "einstellungen", und unter "software von ubuntu" deaktivieren dass ihr den quelltext sehen wollt. kann man zwar, muss aber nicht, und spart wiederum updates. bitte auch unter "andere software" > "canonical-partner" und "unabhängig" aktivieren, dann noch die quelle von "server für deutschland" auf "haupt-server" umstellen, der ist zuverlässiger erreichbar.


zurück zu "aktualisierungen", klick "prüfen" und dann "aktualisierungen installieren". das kann je nach internetverbindung und systemleistung auch etwas dauern, aber dann ist euer system an sich erstmal aufgeräumt. bitte auch einmal durch alle "systemeinstellungen" gehen (keine angst, sind nicht viele) und ändern was ihr wollt. einmal neustarten. jetzt gehts ans tuning ...


eine relativ große ressourcen-belastung ist der grafische desktop, also die symbole, animationen usw die man auf dem bildschirm sieht. weniger ist hier mehr; z.b. der ältere gnome-desktop (der nach wie vor die basis bildet für unity, das klickibunti was ihr noch seht), es gibt aber noch eine reihe weiterer, googlet mal. gnome bekommt man so: strg-alt-t drücken für ein sogenanntes terminal, das ist eine direkte eingabemaske. dort eingeben oder mit strg-shift-v einkopieren "sudo apt-get install gnome-shell" und bestätigen. danach "sudo apt-get install gnome-tweak-tool" eingeben und ebenfalls bestätigen, mit dem tool kann man ein paar mehr einstellungen verändern.


danach: von der sitzung abmelden, und bei der anmeldung auf den kleinen kreis klicken, dort "gnome classic (no effects)" wählen. ihr seht dann oben und unten jeweils eine leiste, die sog. panels; mit alt-rechtsklick drauf, einstellungen bearbeiten und / oder "zum panel hinzufügen" was ihr wollt, zb das "gnome-hauptmenü" und die "vollständige benachrichtungsanzeige", ggf. nochmal alt-klick auf die einzelteile und verschieben nach wunsch. dann übers menü in die "systemeinstellungen" und da "erweiterte einstellungen" und die darstellung hübschmachen wie ihrs haben wollt. bonus-tipp: einen leeren ordner aufmachen zb per rechtsklick auf dem desktop, oben unter "bearbeiten" > "einstellungen" sagen wie ordner und symbole aussehen sollen, vor allem die vier "vorgaben".


gnome wird noch ein bisschen schneller mit folgenden einstellungen: strg-alt-t für ein terminal, dann "gconf-editor" eingeben (oder installieren, wenn ihr danach gefragt werdet, dann aufrufen). klickt euch in "desktop > gnome > interface" und entfernt den haken bei "enable_animations", dann klickt in "apps > metacity > general" und setzt einen haken bei "reduced_resources", das blendet u.a. fensterinhalte beim ziehen aus.


weiter gehts: ubuntu behält standardmäßig ältere kernel-versionen und einstellungen, damit sie im fall der fälle gleich wieder verfügbar sind. das braucht platz und macht das system (ein kleines bisschen) langsamer. abhilfe schafft der sog. rechner-hausmeister in ubuntu-tweak. bitte installieren und dann den hausmeister durchs system schicken. was ubuntu tweak nicht findet, löscht die anwendung "bleach bit" (findet ihr jetzt selber, ne? :-), u.a. flash-cookies. empfehlung: beide hausmeister auch nach system-updates laufen lassen.


danach dann einmal aufräumen mit "sudo e4defrag /": der befehl defragmentiert das eh schon recht effiziente ext4-dateisystem aller angeschlossenen datenträger nochmal. dauert seine zeit beim ersten mal auch auf schnellen systemen (auf langsamen noch länger, klar), lohnt sich aber durch bis zu 25 % schnellere dateizugriffe hinterher (quelle dafür ist der entwickler, hier im pdf).


last but not least: wenn ihr den systemstatus (prozessor, ram, netzwerk, ...) zb mit dem "systemmonitor" (erreichbar per alt-klick in ein panel, dann "zum panel hinzufügen") überwacht, um immer zu wissen wie es eurer besseren hälfte gerade so geht, werdet ihr feststellen, dass ubuntu scheinbar allen arbeitsspeicher auffrisst. das sieht aber nur so aus, siehe www.linuxatemyram.com :-) um die verwirrung loszuwerden, rechtsklick auf die systemmonitor-anzeige, "einstellungen"; dann bei "speicher" die farbe von "zwischengespeichert" auf dieselbe wie "frei" setzen.



::: system- und programmstarts


habt ihr dran gedacht, nach der installation im BIOS wieder die festplatte statt CD / usb-stick als das erste start-laufwerk einzustellen? spart startzeit.

die version 12.04 zeigt aus welchen gründen auch immer nicht mehr alle startprogramme an. strg-alt-t, dann mit rechtsklick einkopieren "sudo sed -i 's/NoDisplay=true/NoDisplay=false/g' /etc/xdg/autostart/*.desktop" und bestätigen. danach in die systemeinstellungen, "startanwendungen", deaktivieren was ihr sicher nicht braucht, dann wird der start etwas schneller.


ubuntu-tweak kann auch ein paar start-einstellungen noch weiter feintunen, so zb das bild entfernen oder das "grid", die punktmatrix. könnte noch ein paar tausendstel bringen :-)


habt ihr ausreichend arbeitsspeicher, zb 2 GB oder mehr? dann kann die anwendung "preload" den start von programmen spürbar beschleunigen: "sudo apt-get install preload" - das tool braucht ein paar tage um zu lernen welche anwendungen oft benutzt werden.

nutzt ihr ubuntu neben windows? dann erscheint beim start immer eine auswahl zwischen den systemen, mit wartezeit. die lässt sich verkürzen mit "gksudo gedit /etc/default/grub", dann "GRUB_TIMEOUT=10" finden und zb auf 2 (sekunden) ändern. das reicht noch, um doch nochmal windows auszuwählen (der countdown stoppt nämlich beim druck einer pfeiltaste).



::: zusatz-tipps für notebooks:

bluetooth ist standardmäßig eingeschaltet. das braucht strom bzw akku. es reicht manchmal nicht, das unter "startprogramme" zu deaktivieren; stattdessen: "sudo rfkill block bluetooth".

die app "jupiter" sorgt für ca. 20 prozent mehr akkulaufzeit je nach rechner-einsatz (wenn auf "power on demand" gestellt nach der installation). die geht so: "sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/jupiter" (das fügt ein neues repository hinzu, also googlet vorher mal was das ist und warum man damit vorsichtig sein sollte) dann: bisschen warten, dann "sudo apt-get update", dann "sudo apt-get install jupiter", neustart. klick in die statusleiste, "performance" einstellen.


::: bonus-tipps:


wenn ihr das system noch besser verstehen und kontrollieren wollt was es kann, ab ins "software-center", dort "installiert" anzeigen, und links unten auf "technische dateien anzeigen". dann einzeln durchgehen und im netz suchen was was ist. evtl wollt ihr "zeitgeist" kicken, "geoclue" auch (müsst aber dann eine andere uhr als "indicator-datetime" nutzen), "oneconf" (dann eine andere software-verwaltung nutzen), "python-apport", link-prefetching abschalten, solche sachen.


wer hardware-mäßig aufrüsten will: der einfachste weg zu mehr systemleistung heisst "mehr arbeitsspeicher". fragt jemand der/die sich auskennt, welcher für euer system passt und wieviel das maximal verarbeitet. den austausch kann man dann selber machen. wer noch mehr aufrüsten will: SSD sind bezahlbar geworden; die bringen nochmal eine spürbare system-beschleunigung. nicht vergessen, dann im BIOS unter S-ATA auf "AHCI" umzustellen, um die geschwindigkeitsvorteile noch besser zu nutzen.


weiteres feintuning: leistungs-hungrige anwendungen durch sparsamere ersetzen. audacious ist zb schlanker als rhythmbox, kann aber auch weniger. einfach mal googlen, und/oder aus dem "software center" ausprobieren was beliebt ... mit dem system rumspielen, auch dafür wurde es gemacht, mündige nutzer_innen und so.


soweit erstmal. diese liste wird stetig erweitert, je mehr wir dazulernen :-)



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. September 2013 um 20:12 Uhr
 
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