VIELES
Montag, den 02. April 2007 um 00:00 Uhr

an der klima- und umweltschutzdebatte ist aktionismus, übertrieben oder komisch. ein kerngedanke fehlt leider meistens: unternehmen (und nicht nur deren kunden!) sollten die von ihnen verursachten umweltbelastungen gefälligst ausgleichen. und auch winzlinge wie wir können da einen teil beitragen.

auf unserem längsten logistikweg von 800 km werden anteilig 0,02 liter diesel (ein schnapsglas) verbraucht, um einen liter (drei flaschen) premium auszuliefern. das entspricht etwa 100 gramm co2, teilt atmosfair.de mit. außerdem verbrauchen wir strom, wasser usw. - vater staat zieht zwar für jeden liter diesel rund 47 cent steuern ein, von denen rund 15 cent ökosteuer sind - aber damit ist noch nicht gesagt, dass dieses geld auch ökologisch investiert wird ...

also müssen wir wieder selber ran und werden ab sofort 1 cent je flasche für den umweltausgleich abzweigen. das klingt nicht viel, macht aber runde 5 % unserer "einnahmen" aus und ist je flasche definiert: mehr flaschen => mehr transporte => mehr ausgleich. so solls sein. klar, wenn es premium nicht gäbe, würden die leute was anderes trinken - die gesamtbelastung wäre wohl identisch. aber für unseren teil können wir was machen. atmosfair.de bekommt das geld bisher, aber das ist vielen kollektivisten zu anonym. vorschläge? gerne per mail!

am rande: die gfk meldet, dass das pfand für einwegverpackungen zumindest bei alkoholfreien getränken (afg) genau das gegenteil des gewünschten bewirkt hat: vor einführung im jahr 2002 warens noch 51,4 % mehrweg bei afg - im jahr 2006 fiel der anteil auf 34,9 %. na toll.

wir glauben ja nach wie vor an glas-mehrweg statt plastik-einweg. genau wissen wirs aber nicht. hat jemand solides material, das mehrweg einweg als gesamtbilanz inklusive herstellung, transport, waschzyklen, entsorgung usw. aufrollt?

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. Dezember 2009 um 15:52 Uhr