Projekt "Alles hängt mit allem zusammen": Faire Löhne
Samstag, den 24. März 2012 um 14:28 Uhr

... dieser text stand zuerst unter "jobs", wir haben aber jemand passendes dafür gefunden, und das geht jetzt los! hier das vorläufige ergebnis von phase eins, eine sammlung möglicher faktoren. rückmeldungen gern per mail. danke!


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unsere mission lautet: "premium will die welt verbessern, in dem wir ein menschliches und nachhaltiges wirtschaftskonzept funktionierend und tragfähig besser vorleben und verbreiten."


das heisst auch "faire löhne". nur wie sehen die aus? bisher ist das in unserem netzwerk aus freien partnern anders definiert als üblich, nämlich miteinander und defensiv, geprägt von gegenseitiger rücksichtnahme und augenmaß, aber auch großteils auf basis von punktuellen recherchen und daumenregeln. wir haben "intern" eine art einheitslohn von zehn euro, grob umgelegt anhand des umfangs einer rolle in feste anteile je flasche. das heisst, manche funktionen verdienen mehr als anderswo, andere weniger. ist ein einheitslohn überhaupt fair? wenn ja, wie hoch muss der sein? klare antworten auf diese fragen gibt es bei uns bisher nicht.


das ist ja auch nicht so leicht. wie sollen löhne berechnet werden - nach zeit, nach ergebnis, nach bildung, nach persönlichen wünschen, nach berufserfahrung / dienstalter / lebensalter, nach weisungsgebundener vs. freier arbeit, nach ansporn für bessere oder mehr leistung? was ist mit regionalen oder gar stadtteils-bezogenen lebenshaltungskosten, branchenlohnniveau, mietspiegel, familienstand, land, ...?


wir suchen also jemand, der/die bock auf kopfschmerzen hat und das thema mal mit uns möglichst genau beleuchtet, z.b. im rahmen einer wissenschaftlichen (abschluss)arbeit. die könnte alle o.g. und evtl noch weitere faktoren erstmal sammeln und mit statistiken unterlegen soweit möglich, jeweils eine passende schwankungsreserve addieren, und das ganze dann im kollektiv bewerten und gewichten lassen. vielleicht sind regionale unterschiede so groß, dass sie viel höher gewichtet werden müssen als bisher mit unserem einheitslohn, vielleicht wollen wir aber solche regionalen unterschiede auch nicht mit zementieren, da gehts schon los :-) aber keine sorge, die gewichtung wäre unser job. und vielleicht gibt es ja schon grundlagen aus der gesellschaftlichen mindestlohn-diskussion.


ergebnis der arbeit könnte eine formel sein, die möglichst viele faktoren in bestmöglicher form erfasst und beziffert. eine tabelle, in der bei geänderten rahmenbedingungen einfach die ausgangs-faktoren angepasst werden, schon kommen als ergebnis der neue premium-mindestlohn und -maximallohn heraus, an denen wir uns orientieren können. soweit unsere wunschvorstellung: wir wollen nicht mehr und nicht weniger als eine formel für faire löhne.


die arbeit würde natürlich, muss man ja bei diesem thema :-), im rahmen unserer möglichkeiten bezahlt. vielleicht können wir den lohn ja gleich mit der fertigen tabelle ausrechnen? unser wunsch wäre auch, dass diese tabelle nachher mitsamt quellen opensource wird, sodass wir sie anderen getränke-herstellern für ihre lohnberechnungen weiterleiten können. interesse an einem projekt mit dieser reichweite? mail.


zweites teilprojekt könnte dann auf basis des ersten die frage sein, was eigentlich faire spannen für unsere händler sein müssen / ob unsere überhaupt noch zeitgemäß sind. grundlagen könnten neben den löhnen noch die tatsächlichen kosten für beschaffungs- und verteilungslogistik sein, ladezeiten, stadtverkehr mit wartezeiten, usw usf; auch hier könnte eine formel als ergebnis rauskommen ...


nachtrag, weil es zwei anfragende gab, die das im rahmen einer anstellung als vollzeit-forschungsstelle machen wollten statt als uni-(abschluss)arbeit: so gern wir das bieten würden, dafür reichen unsere mittel nicht :-(


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. Juni 2012 um 07:32 Uhr