ELENA
Montag, den 15. Februar 2010 um 15:15 Uhr

letztes jahr hatten wir für gut zwei monate einen 400euro-job eingerichtet und waren schon sehr überrascht, wieviel bürokratie dafür nötig war. der kollege hatte quasi die ersten zwei wochen seines jobs nur mit der bürokratie dafür zu tun, und die verfolgt uns immer noch; so müssen zb nachträglich noch entgeltdaten an die zugehörige berufsgenossenschaft geschickt werden, auf papier und nochmal elektronisch. und so weiter ...

dieses jahr stellt sich nun die frage, ob wir einen dauerhaften job in dem rahmen schaffen. bedarf wäre da, zu leisten wäre es auch. aber wenn wir das tun, kämen nicht nur eine menge daten hinzu die wir erfassen müssten - wir wären gezwungen, die daten ELENA zu übermitteln. wer ist ELENA? hier die offizielle beschreibung, hier ein kritisches video, hier ein ebensolcher text dazu und hier die petition für bürgerinnen und bürger die was dagegen haben.

die kandidatin für den job ist natürlich gar nicht begeistert davon, derart ausgezogen und auf verdacht gespeichert zu werden. wir haben auch nicht die geringste lust ihr das zuzumuten, und überlegen daher doch keinen sozialversicherungspflichtigen job zu schaffen (sondern die aufgaben anders zu verteilen und gemeinsam mit anderen auftraggebern eine nicht weisungsgebundene freie tätigkeit zu basteln). schön ist das natürlich nicht, aber was wäre die alternative - doch ELENA füttern?

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. Februar 2010 um 08:20 Uhr